Überkonsumiert

Jeder, der sich nicht täglich auf mindestens einer handvoll Webseiten öfter als alle paar Stunden Informationen besorgt bzw. sucht, wird diese Krankheit nicht nachvollziehen können. Mehrere abonnierte RSS-Feeds sorgen fast unumgänglich für das Problem.

Schon ein Mal überlegt, wonach Sie im Grunde genommen suchen, also, was Sie eigentlich genau wissen wollen, wenn Sie täglich mit Hunderten und mehr eintrudelnden RSS-Botschaften bestrahlt werden? Ich seh mich zwar etwas auf dem Weg der Besserung, aber ich weiß es auch noch nicht. Im Abonnement: spiegel.de, einiges von heise.de, Nachrichten aus Übersee und ein paar spezifische Feeds, die mich über Neuigkeiten informieren sollen.

Für den Fall des Suchens über RSS-Feeds: Global gehaltene Titel werden für Sekundenbruchteile zur Kenntnis genommen, verschwinden aber in den blauen Weiten des Hippocampus. Reißerische Überschriften halten ein paar Millisekunden länger, werden im Falle von wirtschaftlichen Meldungen, Boulevard-Themen und Sport aber in der Regel nur “angeklickt”, dazu gleich mehr. Denn im Grunde genommen suche ich keywordorientiert. Gerne nach und um “Studie”, “Prognose”, “Durchbruch”, “regenerative Energiequellen”,  dazu kommen eine Handvoll Personen, Auslandsmeldungen und Produktnamen. Das stellen jetzt so bis zu 5% dessen dar, was ich täglich einmal überfliege bzw. dank Opera unten rechts im Auge behalte.

Nun bin ich auf der Seite angekommen, scrolle meist einmal bis ganz nach unten druch um zu gucken, wie groß der Bilder- und Fremdsprachenanteil ist. Passen mir diese nicht, weg damit.
Um zu validieren, dass die Keywords auch wirklich einen für mich lesenswerten Artikel referenzieren, schaue ich, ob es vielleicht 5-10 fett markierte Resumézeilen gibt. Wenn nicht und der Artikel sonst recht lang ist, weg damit.
Nun wird Absatz für Absatz vorm “Lesen” einmal überflogen um wieder einen halbbewussten und rasendschnellen Keyword-Check zu machen. Bleibe ich hängen, schaue ich, was steht davor, was danach, gehe jedenfalls irgendwo von der Mitte aus zum Anfang zurück oder gleich weiter. Bleibe ich nicht in der Wortsuppe hängen, nächster Absatz, usw. Das ist, als ob man erwartet, dass der Text die essentiellen Passagen bereits hervorgehoben hat, sodass der Rest irrelevant wird (wie dieser Text eindrucksvoll demonstriert).

Halt, irgendwo auf der Hälfte fällt mir deutlich was ins Auge, und zwar neue Überschriften für ganz andere Artikel, der vorsichtshalber schon mal angeklickt und vorgeschaut wird. Interessant, worum gings eigentlich im Browser-Tab davor nochmal? Egal, weg damit.

Irgendwann lese ich garantiert einen Text von Vorne bis Hinten, wenn es wirklich meine Nerven trifft.

Das wirklich Dumme hier dran ist, was dafür für eine Zeit draufgeht, von der man eigentlich gar nichts mitbekommt. Alleine beim Schreiben jetzt sitze ich seit 52 Min davor, weil mich immer irgendwo wieder etwas zum “gewusst gewollt werden” anregt. Und wie oft mache ich das am Tag? Wenn ich nicht aufpasse, eigentlich etwas zu oft.

Ich suche Informationen nur der Informationen wegen, ohne dass ich einen wirklichen Nutzen davon habe, da kein Austauschbedarf aus mir woanders hin besteht. Ich suche eigentlich ständig Unmengen an Informationsfetzen ab, um die stärkste zu finden, wobei andere eigentlich ebenso für mich interessant und wichtig sein könnten. Ich schaff es nur mit viel Mühe einen Text Zeile für Zeile durchzulesen, weil meine Reizschwelle mittlerweile verrückt ist und absatzweise Unreizendes rauswirft.
Das gilt nicht fürs Surfen, sondern auch für Bücher und andere Papiertexte.

Die Informationsprovider betrieben hier gar nicht mal die entscheidene Konkurrenz, sondern die Textverpackung und deren Aufnahme in meinem Kopf.

Die Suche von Google scheint meiner Meinung nach die einzige Instanz zu sein, die zu wissen scheint, was ich suche. ;)

Künstlerisch wertlos

Mal ein Wort zu den Dienstleistungen. Internet-Radio. Eigentlich ja eine wunderbare Erfindung, liegen teilweise großartige Lieder im Stream, die man gleich digital rausschneiden kann und *hat*.

Aber irgendwo sitzt immer der Haken, nicht immer. Ein großes deutsches Musik Netzwerk, das eine Menge Streams in zugleich guter Qualität anbietet hat einen Haken, aber nicht etwa DRM, Pay-Listen oder sowas. Viel schlimmer.

Stellen Sie sich mal vor, Sie sind Urheber eines Gemäldes oder Komponist von Musik, sagen wir von rund 5 Minuten. 5 Minuten, die dem Hörer die volle Ästhetik des Stücks spüren lassen sollen. Reichen tut also schon, sich vorzustellen, man hört gerade sein Lieblingslied im Radio.

Man sitzt entspannt und genießt das Lied. VOLLKOMMEN WILLKÜRLICH passierts. Der Affe am anderen Ende hat das Mischpult wieder entdeckt. Die noch kleine Variante des Übels, im Takt wird die Lautstärke hoch und runter gedreht, aber das ist schon zu viel. Kurz darauf “Haha!” … “Wir haben im Chat gerade ein paar Kiddies, haha!” … “Das ist voll lustig, haha!” … Musik geht weiter.
Das nächste Stück wird nicht mehr oder minder versaut, “Wir haben ein paar Grüße von…”, eine Minute später Musik wieder lauter, ach nein, “Jetzt läuft Cold as Ice!” … “Uzuz” … “Partyyy!”.

Das war dann die längste Zeit, die dieser Stream floss.

Heißt es, dass das Abspielen von Musik der Richtung Hard Dance automatisch rechtfertigt, diese auch versauen zu dürfen? Niemand mag einen kleinen Fleck auf dem weißen Hemd, das ist abstoßend. So auch das Reinlabern in Musikstücke. Höre ich dir Artikulation der sog. “Moderatoren”, kann ich mir jedoch schnell einreden, dass diese keinen Sinn für Ästhetik haben, sondern mehr Spaß daran haben, Knöpfe zu drücken und eine Show abliefern wollen.

Ein Hoch auf di.fm! Hier wird jedes Stück von Anfang bis Ende gespielt, Werbung und Ansagen sind nicht ins Stück gepfuscht.

Vista - oder schon gesehen?

vista heißt auf spanisch “gesehen”, weibliches Partizip der Vergangenheit. Irgendwie heißt das uns allen bekannte Produkt von Microsoft auch so.

Windows Vista erschien offiziell am 30. Oktober 2006, ganze fünf Jahre später als Windows XP. Fünf Jahre sind, verglichen mit der Konkurrenz, eine äußerst lange Zeit. In der Zeit veröffentlichte Apple drei große Versionen seines Mac OS X (10.2,.3,.4) und auch Herr Torvalds hat mit 24 großen Einheiten den Linuxkernel 2.6 vorangetrieben, vom Fortschritt der Userspace-Software ganz zu schweigen, diese dürfte den Pendants aus dem/für das Haus Microsoft mittlerweile im allermeisten Bereich ebenbürtig sein.

Und bei Microsoft? Es gingen 5 Jahre dafür drauf, einiges unter der Haube zu ändern. Treiberinterfaces, Netzwerkstacks, Sicherheitsprotokolle. Und was sieht man als Benutzer? Hmm, Aero, Glass, im Kreis rotierende Fenster. Ab und zu die Frage, ob der Benutzer sich sicher sei, dieses und jenes auszuführen. Und sonst? Irgendwie fällt mir nichts ein. DirectX 10 ist hardwaregebunden. Achja, 3D Schach! …

Ich bin Windows XP Nutzer und erlebe Macs im Umfeld ziemlich oft. Apple schafft es immerhin, jedes Mal Dinge einzubauen, die beeindrucken. Die Timemachine, Quartz, Exposé, die Fernsteuerung, ein immer hübscher werdendes iTunes, Bonjour, Widgets. Linux mag nicht direkt vergleichbar sein für den normalen User, aber die Freaks unter uns freut es, wenn die Kernelhacker neue Treiber für Southbridges, Ethernetchips, neue Dateisysteme herausbringen. Lassen wir Linux und Mac eines, es tut sich ständig was, es gibt aussagekräftige oder riesige Changelogs. Microsoft… achja, Patchdays.

Aber egal, Vista haben jetzt ja alle gesehen, oder? Der kleine Schrei von Microsoft, wir sind ja noch da, weiter gehts. Undzwar damit, dem Nachfolger, Windows Vienna. Auf dem Screenshot sieht man das, was ich 2002 das erste Mal als Demo-Screenshot für das sog. Longhorn sah, Widgets in einer Art Sidebar. Gibts doch schon. Resumieren wir, wo sind die Neuerungen? WinFS wurde gecancelt. Internet Explorer 7 und Windows Mail haben für mich im Jahr 2006 denselben Stellenwert wie Linux im selben Jahr mit “WLan geht nun auch wirklich!”, schön, aber irgendwer anders hat das sowas schon seit Jahren, oder (Firefox, Opera, Safari, Mail.app…)?

Microsoft hat für mich persönlich, mit der Meldung über den Nachfolger, Vista ins Grab geschaufelt. Unter Vista würde einiges an Hardware hier nicht mehr rennen, unter Linux ja, da wirft man nämlich nichts grundlos raus bzw. essentielle Änderungen sind offen und Treiber werden flott angepasst. Bei Mac kann man sich ebenso sicher sein, dass Software auch Jahre später noch (bei Apples Update Packs) mit der Hardware, und andersrum, harmoniert.

Warum noch Vista zulegen? Microsoft scheints irgendwie eilig zu haben mit einem Nachfolger (so, wie nach Windows 98 kurz ME erschien, kurz 2000 und danach der Meilenstein XP), da braucht Vista nicht als kostenpflichtiges Update und Übergangslösung herhalten, wenn Windows Vienna oder Windows 7.1 oder 8 - wenn nicht durch Features oder Innovationen, zumindest durch Standfestigkeit wie XP - mich wieder auf die sichere Seite bringen, auf der XP mich hier hält (DirectX 10 ist das einzige, was mir subjektiv vorenthalten wird, wäre ich ein Spieler).

Also, nicht Vista sondern ir ver (span.: gucken, was kommt).

Döner I

Der Konsumblog beschäftigt sich damit, was auf den Teller kommt. Heute, der Döner.

Als ich heute auf der englischen Wikipedia mich über “Döner” schlau machen wollte, verschlug es mir doch etwas die Sprache. Vorweg, ich distanziere mich von den Bezeichnungen “Döner Kebap”, “Kebap” und anderen Begriffen, Döner sei hier stellvertretend für das deutsche Exemplar.

Ich landete auf “Döner kebab around the world“. Die Einführung verschlug mir die Sprache, am 09.01.08 stand dort:

Döner kebab is now widely available across Europe and Canada, mostly in the variant developed in Germany.

Zu Deutsch, die in der westlichen Welt (minus USA) meist verbreitetste Variante ist die in Deutschland entwickelte. Die Döner Kebap-Seite spricht sogar noch vom “world’s most popular fast food”. Ich gebe zu, ich bin leicht patriotisch, und das erfüllt mich mit Stolz, obwohl wir es türkischen Immigranten zu verdanken haben. Sağ ol!

Für im Schnitt 2,50€ bis 3,50€ kriegt man eine Teigtasche gefüllt mit Hühnchen oder Kalbfleisch (Wenn jemand einen Imbiss mit Lammfleisch in Hamburg kennt, bitte melden!)  oder sogar gar nichts, Salat, Tsatziki und gerne “mit scharf”. Dass die Schweizer an diesem Phänomen Schuld seien, verrät Wikipedia auch.

Eindeutig das beste Fast-Food, der Döner. Kostet nicht viel, schmeckt in der Regel richtig gut, ich bin nach einer Portion satt und Aufwand ist es auch keiner, nicht mal das Essen. Mit Training gehts einhändig beim Laufen. Nachteil, der starke Geruch.

Ein kleiner Schmunzler überkam mich, als ich später erfuhr, dass ein Dönerimbiss aufgrund von Gammelfleisch bei mir in der Nähe geschlossen wurde. Egal: Ich bin in anderthalb Jahren nicht krank geworden und geschmeckt hats auch.

Abgesehen von der Schweiz und Österreich habe ich im Ausland bisher allerdings keine ähnliche Kultur zu der Deutschen gesehen, in den USA kennt man Döner nicht, gar nicht. Italien hat Pasta, in Spanien: nichts. In Skandinavien hab ich keine deutsche Variante gefunden, in Australien blättert man trotz Döner-Strips vergleichbar mit der Hamburger Schanze oder Berlin, gerne mal 6€ (nicht AUD) hin. So teure Produkte sind für mich keine Döner mehr. In Antalya und Alanya gibt es “unsere” Errungenschaft auch nicht wirklich. In meinen Augen gehört DER Döner in den deutschsprachigen Raum.

Beim Döner Imbiss trifft sich ziemlich jeder, die meisten bestellen “mit scharf” und “ohne Zwiebel”. Deutsche, Nicht-Deutsche, Geschäftsmänner und Gangster.

Döneressen und Rauchen haben eine Gemeinsamkeit, sie verbinden, jeder, der mitisst, ist ein Döneresser, wie jeder Raucher ein Raucher ist. Ob Chef oder Azubi. Man kann ihn wunderbar in der Gruppe verzehren, insbesondere wenn keine Lust zum Kochen besteht. Döner ist Frühstück, Mittag-, Abend- und Nachtessen, Döner Imbisse haben bis spät in die Nacht geöffnet, sogar in kleinen Dörfern in Österreich.

Was will man hinzufügen? Döner ist ein durch die Schichten hinweg akzeptiertes Gericht, es ist preiswert, zu jeder Tageszeit essbar, die Preis-Leistung und die Preis-Sättigung stimmen, die Verfügbarkeit ist außerordentlich, inhaltlich leicht variabel, sogar Vegetarier sollen auf ihre Kosten kommen können (nur wie?), es ist einzel- und gruppentauglich.

Oft sieht die Welt nach einem Döner plötzlich viel besser aus als davor. Ich persönlich esse Döner mit Kalb-, Hühnchen- oder Lammfleisch, “mit scharf und Zwiebel und alles drauf”. Freitag, hoffe ich, ist es wieder soweit. Auch das sei dem Döner gegönnt, ich kenn wenige Speisen, auf die ich mich so im Voraus freue.

Entstanden aus deutsch-türkischer Freundschaft haben die Deutschen (bedingt durch ihren Geschmack) wahrlich ein Weltprodukt entwickelt.

Lang lebe er, der Döner.

Wir werden alle sterben

Damit habe ich Recht. Aus. Wissenschaftlich ist der Öffentlichkeit bisher nichts bekannt, das ein ewiges Leben ermöglicht. Nicht nur schlecht, finde ich.

Alle Welt will die Welt retten, traut man Al Gore, wird es immer wärmer auf diesem Planeten und infolge dessen steigen die Gefahren von Naturkatastrophen. Überlegen wir mal, im Grunde ist ja Kohlenstoffdioxid der Sündenbock. Wir verheizen Öl, roden kostbare Wälder auf Indonesien, versuchen mit Palmenölgewinnung den Pegel noch zu steigern, und verbrennen in großen Gebieten der Erde immer noch Müll.

CO2 dürfte damit keine Mangelware werden, aber alles andere, das bei der Verarbeitung dahin oxidiert wird. Nicht nur das, boomende Länder, hier sei mal China erwähnt, kaufen große Teile des Angebots für Stahl, die Nachfrage ist höher denn je.

Die andere Sache ist, es gibt ja nicht nur Hamburg auf der Welt, sondern rund 6.6 Millarden andere Menschen, bis 2050 prognostizieren Demographen 9 Millarden Menschen. Das heißt 9 x 109 mal das Bedürfnis nach Nahrung und Wärme, zumindest in erster Linie.

Nordamerika, Europa und Japan sind geschichtlich gesehen die Regionen, die am ehesten in der Breite den Lebensstandard erreichten, den man auch aktuell vorfindet. Alle betroffenen Länder machen rund 1 Millarde Menschen aus. Was ist mit den anderen 5.6 Mrd.?

Da gibt es mit China, Indien, Mexiko, Thailand und einigen mehr schon 2 Mrd. Menschen in Schwellenländern. Sicher, mir sind riesige Slums und arme Landregionen bewusst, guckt man sich Chinas Küste an, kommen da aber durch aus einige Chinesen zusammen.

“Wir” haben dahin irgendwann mal investiert, outsourcing betrieben. Ich weiß nicht, wieviele Produkte auf dem Konsummarkt für die Bevölkerung in Deutschland alleine aus dem mittleren Reich kommen, viele, das steht fest, das gilt anteilig auf für die anderen genannten Länder, wobei ich mir bei Indien nicht so sicher bin. In China ist viel Geld gelassen, der lokale Wohlstand wächst und wächst, IKEA & Co machen vor, wie es sich westlich leben lässt. Das gefällt denen auch ganz gut, zu Recht. Auch wenn mein Schreibtischstuhl höllisch knarrt.

Fazit: Hunderte Millionen Menschen mehr, die nicht nur ein langes Leben führen, sonderen auch Autos fahren, in den Urlaub, Bluray-Player kaufen und im Dschungel Thailands eine Klimaanlage wollen.

Weiter gehts. Bleiben wir mal in Europa und Nordamerika, besonders Nordamerika. Outet sich deren Lebensweise darin, das Klima zu schützen und ressourcenbewusst zu leben? Weniger, wenn ich in den USA bin, kriege ich in wenigen Wochen mit, dass einem vorgegaukelt wird, man sei im Paradies, alles ist unendlich verfügbar. Ich liebe die Supermärkte da. Klimaanlage in jedem noch so kleinen Motel, dicke Autos, vergleichsweise güngstiger Treibstoff (62 €-Cent/l in Wyoming, 2006 - Tendenz aufwärts), Las Vegas.

Hier ist es sicher nicht viel vorbildlicher, Umweltplaketten, Dosenpfand sind eher kleine Tropfen auf dem heißen Stein, und das nur in Deutschland, in Italien stapeln sich gerade die Müllberge und niemand weiß, wie es weiter geht. Achja, die EU will bis 2020 10% Palmenöl auf den Treibstoffmarkt bringen.

Ich persönlich bin kein Grüner, kein Umweltfreak. Was mir aber immer vor Augen ist, ist, dass jedes Wegwerfen von Plastikgegenständen, just for fun am Computer sitzen, aus Faulheit Autofahren sowohl Energie kostet als auch dass jeder Gegenstand, der aus der Fabrik kommt, aus Erdressourcen bestehen, die in einen Zustand geraten, in dem sie nur noch energiereich wieder weiterverarbeitbar wären, früher oder später zu Kohlenstoffdioxid in der Müllhalde verkohlt werden oder überhaupt irgendwie unsinnvoll “da” sind. Fährt man durch die USA, denke ich, könnte man Megacities errichten aus dem, was dort als Geisterstädte und Autowracks herumsteht. In Singapur verschrottet man Autos, die älter als 10 Jahre sind, deswegen gleich, ich hoffe “nachhaltig”.

Sei es Eisen, sei es Öl, Uran, Lithium, Gold und alles weitere, was die Erde beherbergt. All das wird durch größeren Wohlstand und mehr Menschen schneller und schneller verheizt, verbaut, verstrahlt. Und wenn es so ungünstig “weg” ist, dass wir nichts mehr sinnvoll tun können? Keine Ahnung, dann müssen wir auf neue Autos verzichten, nur noch eine Palette Kleidung haben und Computer ziehen ja sowieso Strom. Ernsthaft, ich seh da den Punkt, an dem wird an einigen Orten der Erde das letzte bisschen Eisen für Patronen verwendet um das letzte bisschen Nahrung/Treibstoff zu erreichen, bevor es endgültig aus ist.

Energie muss vollkommen aus erneuerbaren Quellen hergestellt werden, die Sonne brennt noch eine Weile. Wenn man denn genug Solarzellen herstellen kann. Es müssten riesige globale Recycling-, Pfand- und Konsumvorlagen geben, die die Nachhaltigkeit des Virus homo sapiens verfestigen. Die Forschung sollte immer energiesparendere Dinge für unser bequemes Leben finden (also, wenns die gibt). Man müsste auf Bequemlichkeit der Erde zu Liebe verzichten, Millarden Menschen sollten ähnliche Ansprüche haben, die verteilt werden müssen.

Die Telepolis veröffentlichte kürzlich einen Online-Artikel darüber: http://www.heise.de/tp/blogs/2/101351

Ich hoffe, ich sterbe früher. ;)